JVA Dortmund: Ein Kunstprojekt, das verbindet!

Quelle: Justiz NRW

Die „7 Tore der Freiheit“ wurden in der JVA Dortmund vorgestellt

„Ein Kunstprojekt, das verbindet!“ - Unter diesem Motto haben 14 Inhaftierte und Bedienstete der JVA Dortmund im Mai 2017 ein besonderes Kunstprojekt für die Knastkulturwoche begonnen und am 16.11.2017 der Öffentlichkeit vorgestellt. Das Projekt wurde über den gesamten Zeitraum von zwei regionalen Künstlerinnen begleitet - Tanja Melina Moszyk und Karla Christoph.

„Freiheit“ - dies in Haft zu thematisieren ist etwas sehr Besonderes. Inhaftierte beschäftigen sich jeden Tag mit diesem Thema. Wer also könnte die Freiheit mit Pinsel und Farbe besser erzählen als diejenigen, denen sie nicht mehr uneingeschränkt zur Verfügung steht?

Zu der Veranstaltung geladene Gäste, darunter auch die Angehörigen der inhaftierten Künstler, wurden zu 5 der 7 Tore geführt und konnten die tatsächliche Größe der Tore auf sich wirken lassen. Der Rundgang endete in der Anstaltskirche. Dort wurden alle Tore mittels großformatiger Bilder galerieartig mit erklärenden Texten ausgestellt, so dass die Gäste bei Kaffee und Gebäck die gestalteten Tore im Gesamtzusammenhang betrachten konnten. Auch konnten die Gäste die „inhaftierten Künstler“ kennenlernen.

Anstaltsleiter Ralf Bothge und Seelsorgerin Barbara Pense eröffneten mit einer Ansprache offiziell die Veranstaltung. Im Hintergrund erzählte lautlos eine PowerPoint die Entstehungsgeschichte der Tore, während zwei Inhaftierte musikalisch am Klavier die Veranstaltung begleiteten. Nebst der Wiedersehensfreude der Angehörigen sah man den Stolz bei den Inhaftierten für die geleistete Arbeit, hier und da kullerten einer stolzen Mama die Tränen - insgesamt fand ein emotionaler, reger und dennoch sehr entspannter Austausch aller Gäste statt.

Die Veranstaltung wurde mit einer kleinen Überraschung geschlossen. Die Inhaftierten wurden mit Teilnahmebescheinigungen und einer Blume gewürdigt und es wurde applaudiert. Die Männer erhielten auch je ein Hochglanzfoto von ihrem vollendeten Kunstwerk und ein Foto, auf dem sie selbst neben ihrem Kunstwerk abgelichtet wurden.

Das Projekt wurde unter der Projektleitung der Seelsorge (Fr. Pense, Hr. Tyc) und Integration (Fr. Schülting, Hr. Ercicek) realisiert und unterstützt von der Anstaltsleitung, S&O, Ausbildungsleitung, Werkstätten und vielen anderen Fachdiensten und Kollegen der Anstalt.

Die JVA Dortmund verleiht die Ausstellung an interessierte Behörden und Organisationen. Bei Interesse senden Sie Ihre Anfrage an Kulturwoche@jva-dortmund.nrw.de.


Quelle: Justiz NRW | Autor: Bekir Ercicek, Justizvollzugsanstalt Dortmund