Jens Neutag:
Ein neuer mit Deutschland-Syndrom

Am 22.06.2015 um 18.30 Uhr präsentierte Jens Neutag Ausschnitte aus seinem aktuellen Programm "Das Deutschland-Syndrom" vor den Gefangenen der Sozialtherapeutischen Anstalt Gelsenkirchen.

Der, der Hallen füllt, der hat am dem Abend auch die kleine Halle der SothA gefüllt.

Es gab eine Fülle an Themen, die auch (meist) schön etwas links-lastig waren; hier herausragend - ja, unser aller Kanzlerin, der wir immer wieder auf den Thron verhelfen.

So viel Politik es auch gab – es wurde NIE … lang­weilig!

Es wurde viel gehustet: angesteckt von (imitierten) qualmenden Polit-Promis (man darf raten, um wen es hierbei ging).

Tatsächlich: Die Gefangenen haben viel gelernt über den deutschen Sicherheitswahn (wer kann sich keinen pränatalen Schwimmreifen vorstellen?) und warum die deutschen so deutsch sind, über Gesetz und Anarchie-Regeln, von dem Wahnsinn der 1001 Verordnungsvorschriften und weiter von dem Geheimnis des Zusammenhangs zwischen Wippe und linksgedrehtem aus der Toscana gewonnenen Öl - nein, keine Angst, hier wird nicht zu viel verraten.

Die kleinen Gags waren mindestens so schön stark wie die längeren.

Das alles gepaart mit einer breiten Stimm-Variation.

Weitere Zuschauer-Stimmen: humorvoll, kreativ, lustig, bissig, very well performed!

Eine wirklich gelungene Stelle (mitten aus dem Leben der SothA):

Wenn ein Jens Neutag vom Stichwort ‚Islamisierung‘ spricht und in demselben Moment ein Marokkaner (deutlich dunkler als ein blasses Nordlicht) die Tür öffnet …

Das Deutschland-Syndrom

Ist Angela Merkels berühmte „Rauten-Geste“ nur Teil einer perfiden Hypnosemethode? Wählen wir die Kanzlerin nur deshalb immer wieder, weil wir gar nicht anders können? Geht es uns wie den Geiseln mit dem berühmten „Stockholm-Syndrom“, die sich zwangs­läuf­ig in ihre Geiselnehmer verlieben? Jens Neutag stellt eine verwegene These auf - und beantwortet die drängendsten Fragen zur politischen und sonstigen Befindlichkeit unseres Landes gleich mit.

„Das Deutschland-Syndrom“ ist das sechste Soloprogramm des preisgekrönten Kabarettisten, der sich seit 1994 auf deutschen Bühnen mit den Skurrilitäten des Alltags befasst. In seinem aktuellen Programm findet nicht nur die Politik ihren wohlverdienten Platz, sondern ebenso SUV-fahrende Outlet-Shopper, koffeinabhängige Coffee-to-go-Trinker und junge Menschen mit absurd großen Kopfhörern. Ein Programm voller präziser Beobachtungen, unausgesprochener Wahrheiten – und einem haarsträubenden Jogger-Islamisten-Vergleich.