UM.ÜBER.LEBEN.ZU.MALEN

Ausstellung vom 21.11. bis 04.12.2014 in der Kirche des Haus I der JVA Siegburg mit Bilder aus 3 Bibel+Malwerkstätten.

Bibel und Kunst miteinander zu verbinden und Menschen, die eine Zeitlang im Gefängnis leben müssen, dafür zu begeistern. Das war das Hauptanliegen der Bibel+Malwerkstätten, die in der Osterzeit, im Advent und im Frühsommer 2013/14 in der JVA Siegburg mit insgesamt 30 Teilnehmern durchgeführt wurden. Die ernsthaften, manchmal fröhlichen, oft tiefschürfenden Gespräche über biblische Erzählungen und ihre Bedeutung für unser Leben heute sind in guter Erinnerung. Auch wenn sie jetzt nicht „ausgestellt“ werden können, so bildeten sie doch den Nährboden für die künstlerischen Prozesse in den Werkstätten. Daraus entstanden etwa 80 Bilder, die sie nun in der Ausstellung UM.ÜBER.LEBEN.ZU.MALEN betrachten können. Vielleicht spricht sie das ein oder andere Bild an und lässt sie teilhaben an dem, was in den Bibel+Malwerkstätten lebendig wurde.

Bruno Liesenfeld

 

Vernissage am 21.11.2014

Zur Eröffnung der Ausstellung kamen rund 30 Gäste und ungefähr ebenso viele Inhaftierte durften an der Veranstaltung teilnehmen. Die Inhaftierten hatten in drei Workshops unter der künstlerischen Anleitung von Frau Brigitte Heister und der theologischen Begleitung durch Herrn Liesenfeld eine Vielzahl an Bildern geschaffen.

Zunächst begrüßte Herr Liesenfeld die Anwesenden. Die Vernissage wurde eingeleitet durch das Gitarrenduo von Pierre und Uwe Claus. Pierre Claus übernahm den Gesangspart bei den beiden dargebotenen Musikstücken. Der zweite Titel war das „Halleluja“ von Leonard Cohen. Danach gab Herr Liesenfeld eine Einführung in die biblischen Thematiken und die Gliederung der Ausstellungsstücke in der Anstaltskirche von Haus I der JVA Siegburg.

Sichtlich stolz präsentierte Herr Liesenfeld drei Inhaftierte die nach nur drei Proben es sich zutrauten zwei Musikstücke auf der Vernissage zu Gehör zu bringen. Michael, Gesang und Keyboard, sowie an der Gitarre Dimitri und Denny begeisterten das Publikum mit dem Song „Knockin’on Heaven’s Door“.

Als nächstes erläuterte Frau Heister den Zuhörern warum für sie Kunst, wie die Nahrung zu bestimmten Zeiten im Leben, einen existenziellen Teil des Lebens eines jeden Menschen darstellt. Leben als zentraler Begriff dieser Ausstellung bedeutet für die Kunst die Visionen, Imagination, die Umsetzung von Vorstellungen von etwas das nicht da ist!

Ehe die Besucher in die Ausstellung entlassen wurden spielte die Musikgruppe der Inhaftierten zusammen mit Herrn Klaus zur Freude der Besucher das Stück „Wind of Change“. Viele der Besucher nutzten die Gelegenheit nicht nur die Kunstwerke zu betrachten, sondern auch mit den anwesenden Künstlern ins Gespräch zu kommen. Für alle Besucher und Inhaftierten wird die Ausstellungseröffnung eine bleibende Erinnerung sein.

Bilder der Vernissage am 21.11.2014: