JVA Hohenleuben: 2.Preis „Gefangenenbücherei 2016“


v.l.n.r. Jörg Albert (Freizeitbeamter), Jürgen Frank (Anstaltsleiter), Corina Gutmann (Bibliotheksleiterin), Anke Hartmann (Freizeitbeamtin) | Foto: Julia Frank

Der Förderverein „Gefangenenbüchereien e.V.“ hat aus Anlass des zehnjährigen Bestehens erstmals bundesweit den Preis der „Arrestanten- bzw. Gefangenenbücherei des Jahres 2016“ ausgeschrieben. Am Samstag, den 18.02.2017 wurden die Preise im Rathaus Münster verliehen.

Der sehr engagierte Begründer und 1. Vorsitzender des Fördervereins, Herr Gerhard Peschers, präsentierte die 10 Jahre Vereinsarbeit, dabei spielten auch viele Aktivitäten hier in Ostthüringen eine große Rolle. Die Grußworte, darunter auch von Frau Dr. Regula Venske, Generalsekretärin des PEN-Zentrums Deutschland und von dem Laudator, Kriminologe Prof. Dr. Christian Pfeiffer, richteten sich ausschließlich an die „Macht des Wortes“, die Bedeutung des Lesens, auch und besonders im Vollzug. Denn Lesen bietet die Möglichkeit der Selbstreflexion, lehrt Empathie und eröffnet nachhaltig Perspektiven zum Leben und ist Hoffnung. Das ist Bildung, eine grundlegende Voraussetzung für Resozialisierung. Bibliotheken haben Bildungsauftrag und Justizeinrichtungen den Auftrag der Resozialisierung.

Die Kooperation der Greizer Bibliothek und der JVA Hohenleuben erhielt den 2. Preis der „Gefangenenbücherei 2016“ für die beispielhafte Leseförderung mittels des getunnelten, abgesicherten OPAC-Katalogs in jedem Haftraum, so dass die Gefangenen monatlich Medien bestellen können und für die außergewöhnlichen und ehrlichen Lese- und Schreibprojekte. Das alles kann nur durch das vertrauensvolle Miteinander von der Anstaltsleitung, den Freizeitbeamten, der Greizer Bibliothek und selbstverständlich der motivierten Akteure innerhalb des Vollzugs entstehen.