Ingeborg Drewitz Literaturpreis für Gefangene

Bereits seit 25 Jahren wird der Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene vergeben.
Die inzwischen neunte öffentliche Preisverleihung fand am 19. April 2015 in der Kommende Dortmund statt. Für den Literaturwettbewerb unter dem Titel „Gemeinsam einsam. GemEinsam" hatte der Grimme Preisträger Peter Zingler die Schirm­herr­schaft übernommen. Zingler hatte bei der ersten Verleihung vor 25 Jahren selber den Literaturpreis erhalten, der Grundstein einer beispielhaften Autorenkarriere wurde.

Insgesamt wurden zwanzig Gefangene ausgezeichnet, von denen nur wenige ihre Preise persönlich entgegennehmen konnten. Einen Sonderpreis erhielt die Schreibwerkstatt des Straßenmagazins HEMPELS in der JVA Lübeck, welche von dem Journalisten Peter Brandhorst angeleitet wird.

 

Gemeinsam einsam

GemEinsam

Texte zur Spannung zwischen Gemeinsamkeit und Einsamkeit im Gefängnis, zu Liebe, Freundschaft, Kommunikation drinnen und draußen, Sehnsucht, Freude, aber auch Isolation, Verlust von Beziehungen, Ausgesperrt-Sein vom Leben, seelischen Verletzungen, Frust, Wut und Hass einzureichen.

 

Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene

Die Auszeichnung, die 1989 zum ersten Mal verliehen wurde, soll Gefangene ermutigen, sich mit authentischen Texten zu eigenen Themen auseinanderzusetzen. Benannt ist der Preis nach der 1986 verstorbenen deutschen Schriftstellerin Ingeborg Drewitz, die sich nachdrücklich für die Belange von Inhaftierten eingesetzt hat.

 

Programm 19.04.2015

"Dokumentation über das Eingesperrtsein"
Ein filmischer Einstieg

Grußwort
Prälat Dr. Peter Klasvogt, Direktor des Sozialinstitut Kommende Dortmund

Interview mit dem Schirmherrn
Grimme-Preisträger Peter Zingler, Journalist, Buch- und Filmautor, Regisseur, Preisträger des Ingeborg-Drewitz Preises 1989
Interview: Claudia Belemann, Moderatorin des WDR

25 Jahre Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis
Prof. Dr. Helmut Koch Jury-Mitglied, Universität Münster

Lesung prämierter Texte
Theaterlabor Schwerte und Gäste

Preisverleihung

Musikalische Begleitung: Pete W. Meyer

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