SAM CHEANZ: Wenn 70 Gefangene „Zugabe“ fordern


Sam Cheanz & The Blue Denims in der JVA Siegburg

Abwechslung vom Haftalltag mit Blues und Rock’n’Roll: Von der ersten bis zur letzten Minute lieferten Sam Cheanz & The Blue Denims ein mitreißendes Blues und Rock’n’Roll Konzert in der Justizvollzugsanstalt Siegburg.

Wenn alle Tore und Türen abgeschlossen sind...

Noch sichtlich verunsichert ob der vielen Tore und Türen die sich hinter ihnen schlossen, betraten die Sam Cheanz & The Blue Denims die Kirche von Haus 2 der JVA Siegburg. Mit den ersten Takten verflog die Unsicherheit und das Eis zwischen Gefangenen und den Musikern war gebrochen. Rhythmisches Klatschen forderte die Band auf, von der ersten Minute an alles zu geben. Sam Cheanz überzeugte stimmlich mit Songs von Chuck Berry, Eddy Cochran oder Muddy Waters.

Sam Cheanz & The Blue Denims spielten bekannte Songs wie „Summertime Blues“, „Shake Rattle and Roll“, „16 Tons“ oder „Be-Bop-A-Lula“. Sam Cheanz sang und führte sein Publikum souverän durch das Programm. Auf die Frage aus dem Publikum: „Haste auch was von Jonny Cash“, kam prompt die musikalische Antwort. Natürlich hatte die Band auch den „Folsom State Prison Blues“ von Johnny Cash mit im Gepäck, wie auch den „Jailhouse Rock“ von Elvis Presley.

Die Zeit verging wie im Flug...

Die Stimmung der Gefangenen war so gut, das die Zeit mit Sam Cheanz & The Blue Denims viel zu schnell verging und trotz der frenetisch geforderten Zugaben war dann leider nach drei Zugaben Schluss. Rufe wie: „das war Spitze!“ waren zu hören. Pfiffe der Begeisterung und ein lang anhaltender Schlussapplaus der siebzig Gefangenen mit der Aufforderung: „Kommt doch mal wieder zu uns!“ klangen lange nach. Sam Cheanz & The Blue Denims waren begeistert von ihrem Publikum in der JVA Siegburg. Sam Cheanz: „Ich habe es erst einmal erlebt, dass das Publikum von der ersten Sekunde an bei jedem der Songs so mitgegangen ist.“


Eindrücke vom Konzert: