"Stimmrecht" für Gefangene der Sotha Gelsekirchen

Sie kamen – die Leute von Stimmrecht, erst drei Leute, dann nochmal zwei und: jede Menge Gepäck.

Und sie sangen – für uns – aber Spaß hatten sie selber auch daran – ganz sichtbar!

Es ging um die education und es ging um den Jungen, dessen Onkel die Festanstellung – ihr wisst schon! Von Aladin bei der NASA haben wir erfahren und von so manch anderen Figuren. Sogar ein Lied der alten Stoppoks.

Und auf einmal hörten wir aus dem Hintergrund auch „Somebody that I used to know“ im (Fast-) Original – Gotye kann sich ducken!!

Dita zu einem ihrer Kollegen: „Schantall, heul leise!“ Das hörten die Sothaner und schon fiel der gesamte SothA-Chor ein: „Schantall …“

Und auf „zehn“ durften wir alle springen – und wie sie gesprungen sind – endlich mal …

Ganz wahnsinnige Texte und überhaupt, ein tolles Erlebnis – und das vor allem für einen aus dem Publikum: für unseren Nachwuchskünstler als Beatboxer; denn: der durfte bei der Zugabe als temporärer Neuzugang mitmischen und das hat er gut, sehr gut und kräftig getan – Glückwunsch!

Es war soo schön, sie hätten einfach weitermachen können und niemand wär (nach Hause) gegangen.

Es war sozusagen NETT – ach nein, das böse Wort – also eben GAR NICHT NETT und = sie sangen lääänger – so hatten wir gehofft!!

 

Die Gruppe Stimmrecht" in der Sotha Gelsenkirchen

Im Rahmen einer Veranstaltung des Dortmunder Kunst- und Literaturvereins für Gefangene konnten die Gefangenen der SOTHA Gelsenkirchen am 19. März ein Konzert mit der A-capella-Band Stimmrecht erleben.

Stimmrecht, die Rockband ohne Instrumente, also a capella, präsentiert Rock und Pop in eigenen Arrangements. Das Ensemble ist meist in NRW aktiv, aber auch schon in Hamburg, Berlin, Holland, ...

Die Vier spielen überall da, wo Menschen sind: auf Konzerten, Festivals, Stadtfesten, Hochzeiten, in Krankenhäusern und Kneipen, sogar schon auf der Auto- und in der U-Bahn. Wichtig ist ihnen vor allem der Spaß an der Musik, am liebsten gemeinsam mit dem Publikum. Und das sieht man den Sängern auch an, die nur selten mal auf einem Fleck stehen bleiben. Über die tänzerischen Qualitäten gehen die Meinungen innerhalb der Band zwar auseinander, aber meistens haben sie dabei noch Luft zum Singen. Und wenn nicht, werden die Ansagen halt etwas länger…

Das Repertoire reicht von ruhiger Nummer von Simon & Garfunkel über Robbie Williams bis hin zu den Toten Hosen oder – wie mal die Neue Osnabrücker Zeitung schrieb: „Zwischen zart und zum Bersten laut“

Stimmrecht sind Dita Kosmakova, Sebastian Diel, Swen Wagner und Daniel de Lorenzo.

Quelle Text/Foto: Stimmrecht