"Instant Acts gegen Gewalt und Rassismus¿

Plakat zu "Instant Acts"

„Instant Acts gegen Gewalt und Rassismus“ in der Anstaltsschule der Jugendanstalt Hameln statt. 15 internationale Künstler erarbeiteten in 10 Workshops mit ca. 100 jungen Leuten, Insassen der Anstalt und Schülern/innen der Berufsbildenden Schulen in Springe/Hameln, ein Bühnenprogramm.

 

Der Projekttag begann mit einer „Fünfminuten- performance“ für bis zu 150 Jugendliche, die sich anschließend eine der Begegnungsgruppen aus- suchten, um dort mitzumachen bei Tanz, Musik, Gesang, Rhythmus, Theater, Bildende Kunst usw..

Durch die Workshops und anschließende Präsentation erfolgte aktives Erleben und die Auseinandersetzung mit fremden Kulturen sowie kennenlernen ihrer Vertreter als Menschen wie „Du und Ich“, als Menschen, die achtenswert und liebenswert sind. Das half gegenseitige Achtung aufzubauen und Frust spielerisch abzubauen. Damit konnte eine größere Akzeptanz und Respekt vor Ausländern und ethnischen Minderheiten, sowie vor körperlich Schwächeren und Behinderten erreicht werden.

Durch die Teilnahme am Projekt lernten die Jugendlichen sich selbst neu kennen. Anfangs vielleicht noch skeptisch oder abweisend, erfuhren sie Entscheidungsfreude, Disziplin, Motivation und die Überwindung von Angst und Scham.

Das Projekt traf die Sprache der Jugend, überzeugte durch die Vielfalt der Angebote, das Temperament und Professionalität sowie Unkompliziertheit der Künstler im Umgang mit den Jugendlichen während der Workshops und im Abendprogramm.

Das Konzept von „Instant Acts gegen Gewalt und Rassismus“ zeigte, dass das intensive Treffen mit fremden Kulturen, die ohne Belehrung, Theorie und billiger Folklore daherkommen, in kürzester Zeit zu einer besseren Verständigung führte.

Zu den Elementen des Programms gehörten z.B. Improtheater, Capoeira (Kampftanz aus Brasilien), Rap, Beatbox, Breakdance, Trommeln, Singen usw. Das Spektakel dauerte 75 – 90 Minuten. Der Projekttag dauerte 6 bis 8 Stunden und war auch konzipiert für Jugendliche, die normalerweise nicht ins Theater gingen.

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