"Michael Kohlhaas" in der JVA Aachen

Abgezockt und keiner hilft?

Wenn die Staatsgewalt versagt, wird das Opfer zum Rächer. »Komm, lass uns etwas Gutes tun und dabei sterben«. Diese Parole auf den Lippen, kämpft Michael Kohlhaas dafür, dass ihm Gerechtigkeit widerfährt – gegen den Junker von Tronka, der ihm Unrecht zufügte und gegen den Staat, der das Verbrechen nicht etwa ahndete, sondern vielmehr vertuschte. Mit legalen Mitteln kommt er nicht weiter, und so entschließt sich Kohlhaas zu einem grausamen Rachefeldzug. Dabei wird er vom aufrichtigen Mann zum Terroristen. Kohlhaas ist Widerstandskämpfer und Volksheld und zugleich

Attentäter und Mörder – ein Phänomen, das die Geschichte immer wieder beschäftigt und jeden etwas angeht. Franziska Steiof komprimierte und dynamisierte den Stoff in dem Gastspiel des Theaters Aachen am 28.11.2011 in der JVA Aachen. Sie verwendete dabei aber weitgehend Originaltexte aus der Novelle von Heinrich von Kleist, die durch Auszüge aus seinen Briefen ergänzt wurde.