„FatihMorgana“ in der JVA Willich 2

Geschlossene VeranstaltungGeschlossene Veranstaltung   15.04.2018
Veranstaltungsort: JVA Willich 2, Gartenstraße 2, 47877 Willich

Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist: nicht da.

Willkommen in der schönen neuen Welt der alt­er­nativ­en Fakten.

Fatihmorgana von und mit Fatih Cevikkollu ist eine Einladung zum Perspektivwechsel.

Kluger Humor, intelligent, witzig und auf den Punkt gebracht - das erwartet die Gefangenen ab 13.00 Uhr am 15.04.2018 in der JVA Willich 2.

Die Echokammer der Realität läßt nur durch, was du hören willst, denn: Wer sich permanent in seiner Wohlfühl-Filterblase bewegt, besorgt es sich ständig selbst - möglicherweise befriedigend, aber ist es auch befruchtend?

Dabei gibt es tolle Nachrichten: Es geht uns so gut wie noch nie, mal abgesehen von der sächsischen Schweiz, zumindest gefühlt. Das Einzige, was früher wirklich besser war als heute, ist der Blick in die Zukunft.

Die Aufteilung von Inländern und Ausländern - das war gestern; heute unterscheiden wir zwischen digi­tal­en Eingeborenen und digitalen Migranten - man könnte auch sagen: zwischen Nullen und Einsen.

Es gibt weltweit mehr Zugang zum Netz als zu Toiletten, es ist leichter online zu gehen als aufs Klo, aber wer rettet uns vor dem Shitstorm?

FatihMorgana - nichts ist wie es scheint! Kommen Sie rein! Schauen sie den Phrasendreschern auf’s Maul! Schauen Sie den Hütchenspielern auf die Finger! Achten Sie auf die Tricks! Lassen Sie sich verwirren!

Und vergessen sie nicht, sie haben immer die Wahl.


Zur Person

Fatih Çevikkollu wurde 1972 geboren und absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule Ernst Busch in Berlin. Von 2001 bis 2004 war er Ensemblemitglied im Schauspielhaus Düsseldorf. In dieser Zeit erhielten er und seine Kollegen beim NRW-Theatertreffen den besonderen Preis der Jury für die beste Ensembleleistung. Auch auf Tonträgern ist er bereits "verewigt". Seine Debüt-CD heißt "Domplatte" und erschien 1996.

In "Alles Atze" spielte er seit 1999 als Murat neben Atze Schröder eine Hauptrolle. Mit seinem Witz trug er maßgeblich zum Gewinn des Deutschen Fernsehpreises für die beste Sitcom im Jahr 2003 sowie dem Deutschen Comedypreis für die beste Serie in den Jahren 2003 und 2005 bei.

Seit April 2005 präsentiert Fatih Çevikkollu regelmäßig in Köln, Aachen, Essen und Dorsten den „No Maganda Club“ mit jeweils vier Newcomern aus der Comedy-Szene. Fatih Çevikkollu führt dabei jeweils durch den Abend.

Parallel startete er Ende 2005 seine erste Solotournee mit „Fatihland“, für das er den Prix Pantheon 2006 - Jurypreis - gewann. In der Laudatio der Jury heißt es: „Mit Fatih Çevikkollu zeichnet die Jury einen jungen Komiker aus, für den Integration Kabarettistensache ist. Er schafft mit Liebe und Selbstironie einen urkomischen Brückenschlag zwischen seinen beiden Kulturen: der deutschen und der türkischen. Seine Sicht der Dinge bringt die Zuschauer nicht nur zum Lachen, sie wirkt auch in deren Köpfen weit über den Abend hinaus.“

Das Handelsblatt zeichnete Fatih Çevikkollu im April 2007 im Düsseldorfer Kom(m)ödchen mit dem Kabarettpreis „Sprungbrett 2007“ aus, und lobte, wie „er den Wanderer zwischen deutschen Vorurteilen und türkischen Vorbehalten gibt“.

Im Oktober 2008 erschien sein Buch "Der Moslem-TÜV – Deutschland, einig Fatihland" (Rowohlt Vlg.), das sofort in die Sachbuch-Charts einsteigen konnte. Das dazugehörige Hörbuch ist im Jahr 2010 bei wortart veröffentlicht worden. Zeitgleich startete er erfolgreich seine neue Tour mit „Komm zu Fatih!“. Die gleichnamige CD ist am 01. April 2011 bei der Sony Music Spaßgesellschaft! erschienen.

Mit seinem dritten Live-Programm „FATIHUnser“ begeisterte Fatih Çevikkollu seit März 2010 das Publikum deutschlandweit. Sein mittlerweile viertes Live-Programm „FatihTag“ feierte am 24. Oktober 2013 erfolgreich Premiere.

Außerdem tritt er regelmäßig mit seinem türkisch-sprachigen Programm „Yapma Değil Avrupa!“ auf.

Auch im Fernsehen ist Fatih Çevikkollu regelmäßig zu sehen („tv total“, „Mitternachtsspitzen“, „NDR Talkshow“, „Quatsch Comedy Club“, „Ottis Schlachthof“, „Stratmanns“, „Guinness World Records – Die größten Weltrekorde“, „Die Chartshow“ und „Mario Barth präsentiert die besten Comedians Deutschlands“, „Hart, aber fair“, „Volle Kanne“, „Zimmer frei“ und „Kölner Treff“, „Satiregipfel“, „Neues aus der Anstalt“).

 

Quelle (Text/Bild): Köln Pool, Anke Köwenig

 

Dies Veranstaltung wurde vom Kunst und Literaturverein für Gefangene vermittelt.