Thüringen

JSA Arnstadt

Die Jugendstrafanstalt Arnstadt wurde am 26.06.2014 formell vom Thüringer Ministerium für Bau, Landesent- wicklung und Verkehr an das Thüringer Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz übergeben und am 07.07.2014 mit zunächst 163 Gefangenen belegt. Der Umzug von der JSA Ichtershausen in die JSA Arnstadt erfolgte innerhalb von 5 Stunden. Die Gesamtfläche beträgt 14,4 ha. Insgesamt besteht die Anstalt aus 17 Einzelgebäuden. Diese gliedern sich in 3 Werkstatt-, 1 Schul-, 1 Freizeit-, 1 Versorgungs- und 1 Verwaltungsgebäude sowie eine Sporthalle und ein Gewächshaus. Im geschlossenen Vollzug befinden sich 4 l-förmige Hafthäuser mit 280 Haftplätzen für männliche Gefangene. Jedes dieser Hafthäuser ist in 6 Wohngruppen mit maximal 12 Gefangenen unterteilt. Hierdurch ist eine besserer Differenzierung der Gefangenen möglich. Zudem verfügt jedes Hafthaus über einen eigenen Sport- und Freihof. Die Jugendstrafanstalt Arnstadt ist für den Vollzug der Jugendstrafe und der Untersuchungshaft an männlichen Gefangenen von 14 bis 24 Jahren zuständig. Außerdem wird hier die Freiheitsstrafe an jungen erwachsenen Gefangenen bis zum 24. Lebensjahr vollstreckt. Ab Mai 2016 werden in der JSA Arnstadt außerdem junge erwachsene Strafgefangene untergebracht, die sich im Erstvollzug befinden, zu einer Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren verurteilt wurden und die zum Zeitpunkt der Einweisung nicht älter als 27 Jahre sind. Die Jugendstrafanstalt Arnstadt verfügt insgesamt über 280 Haftplätze im geschlossenen Vollzug und 20 Haftplätze im offenen Vollzug. Die Belegungsfähigkeit beträgt 252 Haftplätze im geschlossenen Vollzug. Die Gliederung erfolgt in 5 Vollzugsabteilungen. Die Unterbringung der Gefangenen erfolgt in insgesamt 29 Wohngruppen. Die Gefangenen werden in der Regel in Einzelhafträumen untergebracht. Gefangene, die den Anforderungen des offenen Vollzuges genügen, werden in der Abteilung des offenen Vollzuges untergebracht. Diese Gefangenen werden zu Außenarbeiten, zu gärtnerischen und landwirtschaftlichen Tätigkeiten wie z.B. auf dem Klostergut Ichtershausen eingesetzt oder sind in einem freien Beschäftigungs- oder Ausbildungsverhältnis tätig. Außerdem werden Gefangene des offenen Vollzuges bei der Stadt Arnstadt, Forstamt, eingesetzt. Durch eine Vielzahl von Freizeitangeboten soll den Gefangenen vermittelt werden, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. Dazu gehören neben Kraftsport, Fußball und einer Laufgruppe z.B. auch Klavieruntericht, eine eigene „Gitterband“ sowie durch die Wohngruppenbeamten angeleitete Wohngrupp- enfreizeitmaßnahmen. Behandlungsmaßnahmen werden sowohl durch anstaltsinternes Personal als auch durch Externe durchgeführt. Delikt orientierte Psychotherapie-, Sexualstraftäter-, Delikt- und Suchtgruppen werden ebenso angeboten wie ein Antiaggressionstraining.

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JVA Gera

Das Zentralgebäude der heutigen Justizvollzugsanstalt Gera liegt in der Stadtmitte Geras und wurde ab 1876 zunächst als Brauerei genutzt; nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurde die Anstalt grundlegend umgebaut und im Juli 1999 wieder in Betrieb genommen. Als zentrale Gefangenen- sammeltransportbehörde des Freistaates Thüringen weist die JVA eine Belegungskapazität von 197 Haftplätzen aus und ist weiterhin für den Vollzug der Untersuchungshaft und Strafhaft bis 6 Monate Freiheitsstrafe zuständig. Beschäftigung bieten neben den Wirtschaftsbetrieben der Anstalt Bildungsprojekte in den Bereichen Holz, Farbe und EDV. Trotz Kurzstrafenvollzuges und hoher Fluktuation wird Wert auf strukturierte Freizeitgestaltung, u. a. in Form von künstlerischer und kultureller Betätigung, gelegt; im November 2012 gründete sich aus der Geraer Justiz heraus der Förderverein „Rechtspflege Kunst und Kultur“.

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JVA Goldlauter

Quelle: Thüringer Justizministerium

Die Anstalt in Suhl dient als Justizvollzugsanstalt für Männer. Sie ist in drei Vollzugsabteilungen untergliedert, welche in den Häusern 1, 2 und 5 untergebracht sind. Die JVA Goldlauter ist eine Anstalt des geschlossenen Vollzugs gem. § 10 Abs. 2 StVollzG für männliche erwachsene Strafgefangene mit offener Vollzugsabteilung. Weiterhin sind hier gemäß der Thüringer Verordnung über den Vollstreckungsplan erwachsene Untersuchungs- gefangene sowie alle Abschiebegefangenen aus dem Freistaat Thüringen in Amtshilfe für das Innenministerium untergebracht. Die Anstalt verfügt über insgesamt 332 Haftplätze, davon entfallen 310 auf den geschlossenen Teil und 22 auf den offenen Vollzug. (Quelle: Thüringer Justizministerium)

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JVA Hohenleuben

Quelle: Thüringer Justizministerium

Die Zuständigkeit der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben bestimmt sich nach der Thüringer Verordnung über den Vollstreckungsplan und der Verwaltungsvereinbarung mit dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz. Bei Eignung können Ge- fangene, die im geschlossenen Vollzug der Justiz- vollzugsanstalt Hohenleuben oder im geschlossenen oder offenen Vollzug anderer Thüringer Justiz- vollzugsanstalten untergebracht sind, in den offenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt Hohenleuben verlegt werden. Die Justizvollzugsanstalt Hohenleuben verfügt insgesamt über 345 Haftplätze für männliche Gefangene im geschlossenen Vollzug und 25 Haftplätze für männliche Gefangene im offenen Vollzug. Ähnlich der Verfahrensweise einer zentralen Einweisungsanstalt wird in der Zugangs- abteilung für jeden Gefangenen ein individuell abgestimmter Vollzugsplan erstellt. Unter Beteiligung des Behandlungsteams werden die Persönlichkeit und die Lebensverhältnisse des Gefangenen erforscht. Dabei werden Festlegungen über die künftige Unterbringung, den Arbeitseinsatz, Maßnahmen der beruflichen und schulischen Bildung, andere Hilfs- und Behandlungsmaßnahmen, den Zeitpunkt einer möglichen Prüfung von Lockerungen des Vollzuges sowie erforderliche Maßnahmen zur Vorbereitung der Entlassung getroffen. Anhand der Festlegungen wird der Gefangene im Anschluss in einer für ihn geeigneten Abteilung untergebracht. (Quelle: Thüringer Justizministerium)

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JVA Tonna

Quelle: Thüringer Justizministerium

Die Justizvollzugsanstalt Tonna ist zuständig für die Strafvollstreckung an männlichen erwachsenen Gefangenen gemäß der Thüringer Verordnung über den Vollstreckungsplan, der Untersuchungshaft an männlichen Personen im Alter ab 21 Jahren aus dem Landgerichtsbezirk Mühlhausen sowie die Sicher- ungsverwahrung und Freiheitsstrafe an männlichen Gefangenen, gegen die im Anschluss Sicherungs- verwahrung angeordnet ist. Geeignete Gefangene aller Thüringer Justizvollzugsanstalten können bei Eignung in die Abteilung für den Offenen Vollzug der JVA Tonna verlegt werden. Die JVA Tonna verfügt über insgesamt 589 Haftplätze, davon sind 60 Haftplätze für den offenen Vollzug vorgesehen. Bei der Aufnahme von Gefangenen in die JVA Tonna erfolgt die Unterbringung in einer Aufnahmeabteilung. Hier wird ein Vollzugsplan aufgestellt, der u.a. die Unterbringung, Arbeitseinsatz, Hilfs- und Behandlungsmaßnahmen sowie evtl. notwendige Entlassungsvorbereitungen festlegt. In der JVA Tonna sind ca. 281 Bedienstete beschäftigt, überwiegend Beamtinnen und Beamte der verschiedensten Laufbahnen. Sie arbeiten in verschiedenen Arbeits- und Fachbereichen der Anstalt. (Quelle: Thüringer Justizministerium)

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JVA Untermaßfeld

Quelle: Thüringer Justizministerium

In der Justizvollzugsanstalt Untermaßfeld werden nach der Thüringer Verordnung über den Vollstreckungsplan Freiheitsstrafen und sonstige Freiheitsentziehungen für männliche erwachsene Gefangene vollzogen. Des Weiteren werden in der offenen Vollzugsabteilung (OVA) erwachsene Strafgefangene untergebracht, wenn sie den besonderen Anforderungen des offenen Vollzuges genügen. Im geschlossenen Vollzug verfügt die Anstalt über 345 Haftplätze für männliche Gefangene. Die angegliederte offene Vollzugsabteilung (OVA) verfügt über 12 Haftplätze für männliche Gefangen. Das in der Anstalt tätige Personal besteht aus insgesamt 174 Bediensteten, überwiegend Beamtinnen und Beamten. Bei der JVA Untermaßfeld handelt es sich ursprünglich um eine als Verwahranstalt unterschiedlichster Güte genutzte alte Wasserburg, das Schloss Maßfeld. Der Ursprung des Maßfelder Schlosses fällt in die Zeit zwischen 1150 und 1200. Später wurde es eine Residenz der Henneberger Grafen und im Laufe der Zeit zur Verbüßung von freiheitsentziehenden Maßnahmen verschiedenster Art genutzt. (Quelle: Thüringer Justizministerium)

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