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In Form einer Mischung aus Vortrag, Erfahrungsbericht und Lesung schilderte der Autor, Hermann Wenning, wie Alkohol und Rausch bereits seine Jugend und seinen Alltag prägten, bis dann mit dem Einstieg in illegale Drogen die Abstiegsspirale in die Kriminalität folgte. Schonungslos berichtete Wenning über seine Rauscherfahrungen, den Einfluss auf das Privat- und Arbeitsleben, den Beginn mit Beschaffungskriminalität und den fortdauernden Suchtdruck. Aber noch eindrucksvoller blieb den Zuhörern im Gedächtnis, wie er seinen Weg aus dieser Spirale beschrieb und schilderte, wie es gelang durch sportliche Aktivitäten, ein Ziel vor Augen und konsequentem Handeln, in ein drogenfreies und straffreies Leben zurück zu finden. Seine Lebensgeschichte motiviert, auch aus schweren Krisen einen Ausweg schaffen zu können. Hermann Wenning hat seine Erfahrungen authentisch in den Büchern „Versoffene Jugend“ und „Lauf zurück ins Leben“ verarbeitet.

Zwei Tage später war die Autorin Sabine Gronover mit ihren regionalen Krimis zum „humorvollen Morden im Münsterland“ zu Gast. Die Autorin erzählte unterhaltsam von ihren Inspirationen für den Kriminalroman „Maxipark“, die sich aus realen Ereignissen und echten Menschen entwickelt haben. In einer stimmungsvollen Atmosphäre las die Autorin mehrere Passagen aus ihrem Roman, der die Zuhörerinnen und Zuhörer auch auf einen Mittelaltermarkt in den Maximilianpark in Hamm führte und sie gemeinsam mit den Ermittlern Schmitt und Kemper auf die Spuren eines ungewöhnlichen Mordfalles brachte, in welchem auch ein Esel eine Rolle zu spielen schien.

Bei beiden Veranstaltungen ist es in lockerer Atmosphäre gelungen, mit den Autoren und genauso miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Resonanz bei Besuchern und Inhaftierten war absolut positiv. Positiv ist auch, dass bei beiden Lesungen wieder eine beachtliche Spendensumme für die Aktion „Lichtblicke“ gesammelt wurde.

Quelle (Text&Bilder): Dennis Kosian, Justizvollzugsanstalt Hamm