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Nach dem Erfolg von SCHWEIGEN – einem Chorstück mit inhaftierten Frauen der JVA Köln und Willich II, folgte am 08.10.2026 vor mehr als 50 Besucherinnen und Besuchern im Rahmen der „Knastkulturwoche“ das Projekt des Sommerblut Festivals mit ihrer Fortsetzung RESONANZ. 18 (weibliche) Gefangene der JVA Köln und der JVA Willich II konnten diesmal mittels einer interaktiven Performance mit den Gästen in Kontakt treten. Das künstlerische Team bestand aus Hanna Behr (Choreographie), Lilian Laval (musikalische Leitung), Anja Federle (Projektkoordination) und Eli Pleß (Regie/Text).

Der interaktive Performance -Parcours widmete sich Stimme, Solidarität und dem Mut, laut zu werden. Es wurde der Frage nachgegangen, was passiert, wenn Stimmen nicht länger verborgen bleiben? Das Publikum wurde dabei durch Klanglandschaften, Textwerkstätten und Bewegungsräume geleitet. Hier konnten Erinnerungen aus dem Chorstück SCHWEIGEN mit neuen Stimmen und Tönen verschmelzen. Zwischen Schutzraum und Sichtbarkeit entstand ein Dialog über Würde, Widerstand und Solidarität. Ein zentraler Fokus lag auf der Realität von Gewalt gegen Frauen – als gesellschaftliche Erfahrung, der ein kollektives Wir entgegengesetzt wird.

Als interaktive Erfahrungslandschaft in den Räumen der JVA Willich II ermöglichte RESONANZ den Besucherinnen und Besucher ein Teil eines vielstimmigen Prozesses zu werden.

Am Ende verdichtete sich der Parcours zu einer Performance mit partizipatorischen Elementen: ein kollektiver Schritt aus der Stille heraus, hin zu gemeinsamem Sprechen, Hören und Handeln.

Das Publikum war von der Perfomance ergriffen bis begeistert und es entwickelte sich ein interessanter Austausch zur dargebotenen Performance.

Quelle (Text&Bild): Thomas Fegers, JVA Willich II